Dein Beckenboden nach der Geburt

 

Die Geburt eines Kindes ist ein tiefgreifendes Erlebnis, körperlich, emotional und seelisch. Während die Welt sich auf das neugeborene Leben konzentriert, bleibt der Körper der Mutter oft im Schatten. Mit der Ankunft deines Babys beginnt eine neue Lebensphase, die voller Freude, aber auch Herausforderungen steckt. Eine oft unterschätzte Aufgabe in dieser Zeit ist der Wiederaufbau der Kraft in deinem Beckenboden.

Nach Schwangerschaft und Geburt hat sich der Beckenboden verändert. Vielleicht spürst du ihn kaum noch, hast ein Gefühl von Instabilität oder bemerkst erste Beschwerden wie ein Druckgefühl, leichten Urinverlust oder Rückenschmerzen. Das ist normal und vor allem kein Grund zur Sorge. Vielmehr ist es ein liebevoller Aufruf deines Körpers dich um ihn zu kümmern.

Warum der Beckenboden nach der Geburt so wichtig ist

Der Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten. Er ist wie ein Netz zwischen Schambein, Steißbein und den Sitzbeinhöckern aufgespannt. Während der Schwangerschaft trägt er zusätzlich das Gewicht des Babys, unter der Geburt wird er stark gedehnt.

Die leisen Symptome

Viele Frauen erleben nach der Geburt Beschwerden, über die sie sich nicht trauen zu sprechen. Dazu gehören:

  • Ein Gefühl von „Schwere“ oder Druck im Beckenbereich
  • Urinverlust beim Niesen, Husten oder Lachen (Stressinkontinenz)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Ein Gefühl der Instabilität, besonders beim Aufstehen oder Tragen
  • Schwierigkeiten, den Darm oder die Blase vollständig zu leeren oder zu kontrollieren

Wenn du diese Symptome auch kennst, bedeutet das nicht, dass du eine Ausnahme bist. Es ist okay, wenn dein Körper sich zeigt.

Heilung ist kein Wettlauf

In einer Zeit, in der Mütter oft unter Druck stehen, schnell „wieder fit“ zu sein, ist es wichtig, innezuhalten. Dein Körper hat Großes geleistet und er darf sich Zeit nehmen.
Rückbildungskurse sind ein guter erster Schritt, doch manchmal reicht das nicht aus. Das ist völlig in Ordnung.

Was kann dir helfen?

  • Spezialisierte Beckenbodentherapie mit einem Fokus auf postnatale Gesundheit
  • Sanfte Bewegungen wie Yoga, Pilates oder Beckenbodentraining verbunden mit dem Atem
  • Geduld mit dir selbst! Nicht jeder Tag wird gleich sein. Es ist okay, wenn es ein bisschen Zeit braucht
  • Offene Gespräche: Sprich mit deiner Hebamme, Ärztin oder anderen Müttern, mit deinem Partner. Du musst das nicht allein durchstehen.

Wie du Schritt für Schritt die Verbindung zu deinem Beckenboden wieder aufbaust, erkläre ich dir in meinem nächsten Blog-Artikel.

Wenn du jetzt schon wissen möchtest, wie du Beckenbodenübungen gezielt und effektiv in den Alltag einbauen kannst, vereinbare gern ein kostenloses Erstgespräch. Ich freue mich auf dich!